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                       Wissenswertes über die Taubheit bei Hunden

 Stellen Sie sich einmal vor....Sie wären taub

Ich empfinde es als sehr wichtig, sich in einen tauben Hund hineinzuversetzen, erst dann ist es einem möglich, diesen Hund in seinen Reaktionen zu verstehen und besser auf bestimmte Verhaltensweisen einzuwirken...
Versuchen Sie, sich
bewusst in seine Lage zu versetzen, alleine das hilft schon oft, die Lösung auf ein Problem oder einfach eine Erklärung für sein Verhalten zu finden

Hier einige Beispiele:
Stellen Sie sich vor, sie müssen über eine belebte Verkehrsstraße gehen, ohne die herannahenden Autos zu hören, nur anhand des Sichtkontaktes. Überlegen Sie, wie sehr man sich konzentrieren muss, um die Situation überblicken
  und um heil über die Straße zu kommen. Dadurch, dass man nichts hört, muss man extrem genau hinschauen und doch übersieht man ziemlich leicht, das ein oder andere Fahrzeug....Nach Spaziergängen in einer belebten Umgebung, bzw. ein Aufenthalt an einem Ort, wo es viel Trubel gibt, also viel zu sehen, ist Jola anschließend viel erschöpfter als nach Spaziergängen in der freien Natur,

Stellen Sie sich vor, sie halten sich die Ohren zu, schließen die Augen und alles um sie herum ist dunkel. Man sieht und hört nichts, keine Geräusche, kein gar nichts........Ist es da nicht verständlich, dass ein tauber Hund in der Dunkelheit unsicher und ein wenig ängstlich ist. Aus dem Nichts taucht plötzlich ein schwarzer Schatten auf, ein undefinierbarer Umriss eines sich bewegenden Objektes, einer Person.
Jola reagiert im Dunklen eindeutig unsicher und ängstlicher vor unvorhergesehen Situationen

Gehen Sie einmal mit zugehaltenen Ohren durch die Natur und beobachten sie genau. Ganz andere Dinge als sonst werden Ihnen in die Augen stechen. Die Blätter schwingen im Wind, das Gras biegt sich, die Schmetterlinge fliegen verspielt durch die Luft, die Furchen im Weg, der Himmel ist blau, die Sonne scheint, es ist warm oder kalt.....
Wenn man nichts hört, dann sieht man viel mehr, was um einem herum so vorgeht, wie etwas aussieht, wie sich etwas bewegt, Geräusche sind nicht mehr wichtig, man versucht die Situation mit Hilfe der Augen zu erfassen und einzuschätzen.
Jola liebt es in die Wasserringe zu springen, die Regentropfen in Pfützen bewirken, sie liebt das hüpfende Laub....

Wenn man auf eine Gruppe Menchen trifft, die sich unterhalten und schwätzen, was man ja nicht hört, versucht man anhand der Mimik zu erkennen, ob sie sich über etwas Schönes unterhalten oder über etwas Trauriges, ob sie streiten oder lachen.
Versuchen Sie sich einmal sich „taub“ einer Menschengruppe zu nähern und versuchen Sie herauszufinden, wie die Stimmung ist.....
So ähnlich geht es auch einem tauben Hund, der auf andere Hunde trifft, er hört nicht das spielerische Bellen oder das wütende Knurren, er muss die Situation rein mit den Augen erfassen.

Haben Sie schon einmal tief und fest geschlafen und jemand rüttelt unsanft an Ihren Schulter, ich denke Sie kennen dieses Gefühl von Bedrängung, obwohl sie hören, doch ich bin sicher, sie werden auf den Störensfried nicht unbedingt freundlich reagieren......
Deshalb immer besonders achtsam sein, bei einem schlafenden tauben Hund, er könnte sich so sehr erschrecken, dass er schnappt.....Den tauben Hund unbedingt an eventuelle Störungen frühzeitig gewöhnen (durch sanftes Aufwecken und sofortigem Belohnen) und Besucher darauf aufmerksam machen und sie bitten, den Hund im Schlaf nicht zu stören, davon abgesehen, dass man Hunde wie Menschen im Schlaf nicht unnötig stört.

Haben Sie schon einmal im Liegestuhl gelegen, die Sonne scheint, es ist ganz still um sie herum und friedlich, es ist warm, ein sanfter Wind umspielt ihr Gesicht, sie genießen, sie fühlen sich entspannt, sie relaxen, es geht Ihnen rundherum gut.Wenn Jola in der Sonne sitzt, sieht man ihr das Wohlfühlen buchstäblich an. Sie genießt die Sonne in vollen Zügen.

Stellen Sie sich vor, sie gehen spazieren, denken an nichts Böses, plötzlich fällt Ihnen etwas in Ihren Kragen, es krabbelt und pickst irgendwie, vielleicht eine Spinne, Wespe, irgendein Insekt, sie bekommen Panik, jedoch völlig umsonst, denn Sie holen eine klitze kleines Ästchen hervor, was in ihren Kragen gefallen sein muss, puh noch mal gut gegangen.....Jola wird manmal ganz hektisch, versucht aufgeregt über ihre Schulter zu blicken, wird ganz nervös, wenn ein Strohhalm in ihrem Halsband hängen bleibt und sie kitzelt.

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