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                       Wissenswertes über die Taubheit bei Hunden

1 Woche internationales Trainingscamp in Polen
vom 23.05. – 30.05.2004
auf dem Militärgelände Zagan-Swietoszwow

Auch diesmal war ich wieder mit dabei. Leute, es ist ein Traum. Lauter vertrümmerte Gebäude, dh. für mich Löcher, Spalten  und Ritzen, aus denen wunderbare Gerüche herauskommen, zusätzlich kann man herumklettern. Ein wahres Paradies für unternehmungslustige Hunde wie ich.

Immer war was los, ob in der Luft oder auf dem Boden, so wie ich es liebe. Den ganzen Tag ziehen die großen Vögel ihre Kreise am Himmel. Manchmal sitzen nicht nur Menschen und Hunde in ihrem Bauch, sondern die hängen auch an einem Seil, mit denen sie durch die Luft gezogen werden. Letztes Jahr durfte ich auch in ihrem Bauch mitfliegen, aber dieses Jahr nahm Frauchen Bongo mit. Echt schade !

 

    

Nachts wurden bunte Signal-Lichter in die Luft geschossen, die durch den Wind immer andere Formen annahmen und tagsüber konnte man die verschiedensten Menschen beobachten (750 Menschen und ich weiß nicht wieviel Hunde waren in dem Camp), einfach immer Aktion und immer was zu gucken. Super!

Mein Frauchen hat für mich täglich eine Spur legen lassen.
Einfach war das wirklich nicht für mich, denn diese großen Vögel sind oft so dicht über dem Boden geflogen, dass sie dadurch alle Geruchspartikel in alle Himmelsrichtungen verteilt haben. Au Backe, da hatte ich echt was zu tun und Frauchen, die ja an mir dran hängt, auch. Einmal ist sogar so ein Vogel direkt auf der Wiese gelandet, wo meine Verstecksperson saß. Ich habe deshalb ziemlich lange gebraucht, bis ich sie gefunden habe.

Zweimal musste ich eine richtige Gebäudesuche machen, da sich die Geruchspartikel so hartnäckig an den Rändern der Räume absetzen. Diese Gebäude haben ja alle keine Fensterscheiben, so werden sie leicht in die Innenräume geweht, also Treppe hoch, in jeden einzelnen Raum hinein, die Wand entlang laufen und wieder raus. Trepp auf , Trepp ab ....

Die Bodenbeschaffenheit dort ist auch ganz anders, als ich sie kenne. In diesem Camp gibt’s eher Sandboden, so loses Zeugs, was unheimlich staubt, aber es lässt sich absolut fantastisch buddeln.

Am besten hat mir die Spur gefallen, wo meine Verstecksperson in einem Trümmerkegel versteckt war. Mein Frauchen hat mich die Spur bis zu dem Trümmerkegel abarbeiten lassen, dann hat sie mir das Geschirr abgenommen und ich durfte auf dem Trümmerkegel suchen. Das war absolut klasse und hat mir so richtig Spaß gemacht. Dummerweise war die Person verdeckt und ich habe mich ganz schön ins Zeug gelegt, um sie auszubuddeln. All mein Bellen und Knurren half nichts, Frauchen musste mir schließlich helfen, damit ich an mein Opfer drankam.

        

Zweimal haben wir auch Unterordnung und Gerätearbeit gemacht. Frauchen wollte unbedingt, dass ich über eine Hürde springe. Das fand ich ja mehr als doof. Was soll ich da drüber springen, wenn man auch drum herum gehen kann ….Manchmal verlangen unsere Menschen Dinge, die für uns Hunde absolut keinen Sinn machen, zu mindestens nicht für mich. Mein Bruder musste natürlich wieder mitmachen, der ist da natürlich mit Bravour drüber gesprungen, aber der macht sowie so immer alles, was mein Frauchen möchte. Dem braucht man nur ein Leckerchen aus dem Fenster werfen, dann springt der doch glatt hinterher.

   

Ich versuche da halt immer ein bisschen mitzudenken.                                                     (Angelika Schweitzer)

     

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