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                       Wissenswertes über die Taubheit bei Hunden

Spaziergang interessant gemacht ....

Gerade taube Hunde sollten auf ihrem Spaziergang immer ausreichend Beschäftigung haben, so dass sie Herrchen oder Frauchen eigentlich immer im Augenwinkel behalten, nach dem Motto: Vielleicht könnte es ja sein, dass gerade mal wieder etwas Spannendes auf sie wartet.

Grundsätzlich sollte man, meiner Meinung nach, die Hunde (ob taub oder nicht) auf dem Spaziergang nicht nur sich selbst überlassen,  denn der Hund merkt schnell, dass keiner auf ihn achtet oder sich für ihn interessiert und er beginnt seine eigene Weg zu gehen und früher oder später kommt er erst beim zweiten oder dritten Zuruf /Zeichen oder hört oder sieht überhaupt nicht mehr  …. und der Mensch wundert sich. Natürlich benötigt der Hund auch etwas Zeit, um seine „Zeitung“ zu lesen, aber er sollte damit auch jeder Zeit aufhören können.

Der Spaziergang ist somit natürlich für den Hundebesitzer wesentlich anstrengender, aber die Beschäftigung mit dem Hund lohnt sich, denn er dankt es einem mit kontinuierlicher Aufmerksamkeit, d.h. Jola schaut immer in kurzen Abständen zu mir her, um zu sehen, ob es nicht wieder ein tolles Spiel gibt. Zusätzlich mache ich immer mal wieder Spaziergänge, in dem ich Jola besonders häufig einfach mit dem Komm – Zeichen zu mir rufe und sie mit etwas Leckerem belohne. Diese Auffrischung kann nicht schaden und Jola kann solange sie in regelmäßigen Abständen schaut, auch ohne Leine laufen und ihre volle Freiheit genießen.

Nachdem wir bei uns die Straße überquert haben, läuft Jola grundsätzlich ohne Leine. Sie hat einen Radius bis ca. 50 Meter. Eigentlich ist das schon etwas zuviel, aber da ich auf dem Land wohne und so gut wie keine Gefahr für den Hund droht, habe ich diesen Radius zugelassen. Jola schaut in regelmäßigen Abständen nach mir, denn sie weiß, dass ich mit ihr die aufregendsten Ball- und Suchspiele mache oder ihr andere kleinere Aufgaben stelle, die stets gebührend belohnt werden.

Ein wunderschönes Spiel ist das „Such – Verloren – Spiel. Jola kennt das Such und Bring- Zeichen. Um den Ball zu verstecken, lasse ich sie oft dazu abliegen, denn es ist für mich mittlerweile ziemlich schwierig den Ball zu verstecken, ohne dass sie es mitbekommt. Sie lässt mich, wenn ich im Besitz des Balles bin, gar nicht aus den Augen und sie auszutrixen (d.h. eine Werfrichtung andeuten, dann aber in die andere werfen), funktioniert bei ihr nicht mehr. Dieses Versteckspiel habe ich immer gesteigert und die Verstecke schwieriger und schwieriger gemacht, mal ist der Ball verdeckt, mal hängt er im Baum, mal liegt er im Feld. Jola kann sich dabei so richtig austoben und hat eine anstrengende Aufgabe zu bewältigen. Zusätzlich wird ihr Geruchssinn trainiert.

Jolas Motiv: Je schwieriger desto besser!

Machen Sie sich für ihren tauben Hund interessant,  er sollte sie  immer gerne beobachten wollen.

                                                                                                                                      (A. Schweitzer)

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